FACHBERATUNGRegionalverband der Gartenfreunde "Landkreis Demmin 1995" e.V.
 
mehr Freude am kleinem Garten und bei der Ernte

Bundesverband




März 2026

Regionalverband auf Kleingartenkurs in die Saison 2026


über die Delegiertenkonferenz des Regionalverbandes der Gartenfreunde „Landkreis Demmin 1995“ e.V.
Zum 14.03.2026 hatte der Vorstand des Regionalverbandes der Gartenfreunde „Landkreis Demmin 1995“ e.V. nach Altentreptow in das Haus der Vereine eingeladen.
Der Verbandsvorsitzende,  Gartenfreund Heiko Werner, konnte Delegierte aus gut zwei Drittel der Mitgliedsvereine des Verbandes begrüßen. Der Einladung waren weiter gefolgt, Thomas Schröder als Vertreter des Landesverbandes und des Regionalverbandes der Gartenfreunde „Mecklenburg-Strelitz/Neubrandenburg“ und Andrea Korninger vom Regionalverband der Gartenfreunde „Müritz“.
Nach der Begrüßung, der Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit, sowie  der Abstimmung über die Tagesordnung, berichtete Heiko Werner in Stichpunkten über die Tätigkeit des Vorstandes im letzten Jahr. Der ausführliche Rechenschaftsbericht war den Delegierten ja bereits mit der Einladung zugegangen. Die wesentlichen Aussagen wurden allerdings noch einmal kurz erläutert. So hat sich die Nachfrage nach Kleingärten in unserem Teil des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.
Die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern im Landkreis, den beiden Regionalverbänden „Mecklenburg-Strelitz/Neubrandenburg“ e. V. und „Müritz“ e. V. hat sich in den letzten Jahren vielfach bewährt. Die Durchführung der Prüfungen abflussloser Sammelbehälter/-gruben, auch im Verbandsgebiet Mecklenburg-Strelitz/Neubrandenburg durch Prüfer des eigenen Regionalverbandes, ist dabei an erster Stelle zu nennen. Gegenseitige Einladungen und Teilnahmen an Mitgliederversammlungen und anderen Veranstaltungen der Kooperationspartner sind mittlerweile eine Tradition und werden selbstverständlich intensiv weiter gepflegt.
Festgestellt wurde im Bericht zudem, dass die 15 Mitgliedsverbände in Mecklenburg-Vorpommern  nach der Beitragsanpassung eine große Erwartungshaltung gegenüber dem Landesverband haben, das aber beim Angebot von Seminaren und Lehrgängen mittlerweile auch eine positive Entwicklung zu verzeichnen ist. Erfreulich zu vermelden ist auch die Besetzung der Geschäftsstelle mit mittlerweile zwei Mitarbeitern, damit ist endlich wieder Stabilität in der Zusammenarbeit des LV mit den Mitgliedsverbänden erreicht.
Als Höhepunkte des Regionalverbands aufgeführt sind die immer am Ende der Gartensaison stattfindenden Treffen zum Erfahrungsaustausch in den vier Regionalzentren: Altentreptow, Demmin, Malchin und Stavenhagen. Bei diesen Treffen geht es in lockerer Runde um alle Fragen, Erfahrungen oder Angelegenheiten, die die Mitgliedsvereine und das Kleingartenwesen generell betreffen bzw. die im Laufe der Gartensaison so anfallen und was künftig anders oder vielleicht auch besser gemacht werden kann.
Am Abschluss des Berichts bedankte sich Heiko Werner noch bei allen Vereinsvorständen und Mitgliedern der Prüfgruppen aller Mitgliedsvereine und besonders bei seinen Mitstreitern im geschäftsführenden Vorstand, bei Thomas Schaaf, Edmund Eikert und Heiko Kämmerer und bei den Mitgliedern der Prüfgruppe: Gudrun Voß, Astrid Liebich und Nicole Scholz für ihre aktive Mitarbeit.
Nach der Pause mit traditioneller Bockwurst, Sandwiches und Kaffee erfolgte die Aussprache zu den Berichten und zum Finanzplan 2026. Im Anschluss bestätigten die Delegierten einstimmig die Berichte und entlasteten den Vorstand für das vergangene Geschäftsjahr. Auch die anschließende Wahl des geschäftsführenden Vorstands und Prüfgruppe erfolgte geräuschlos, der alte ist auch der neue Vorstand.
So kamen die Delegierten schnell zum letzten Tagesordnungspunkt, der Würdigung verdienter Gartenfreunde. Aus dem KGV „Utkiek“ e.V. Malchin erhielt Gartenfreundin Sabine Hilger eine Urkunde und ein Blumenpräsent  für ihre 10-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Vereinsvorsitzende. Vom Kleingartenverein“ Philosophenweg“ e.V. Malchin wurde Helmut Frink geehrt. Seit mittlerweile 15 Jahren leitet er die Geschicke in seinem Kleingartenverein. Er wurde mit einer Urkunde und der Ehrenmedaille des Regionalverbandes für 15 Jahre als Vorsitzender im Kleingartenwesen ausgezeichnet. Beide Vorsitzende haben viele Jahre das Vereinsleben mitgeprägt, haben sich engagiert und aktiv an der Umsetzung der Dinge mitgewirkt die heute das Vereinsleben ausmachen.
Und ein weiterer Vereinsvorsitzender aus Malchin wurde an dem Tag gewürdigt, der Vorsitzende des KGV „Sonnenschein“ Manfred Schmidt. Die Ehrung erfolgte durch Thomas Schröder vom Landesverband der Gartenfreunde. Der Landesverband fand Manfred Schmidt würdig für die Auszeichnung mit der Ehrennadel des Landesverbands in Bronze. Seit 2009 lenkt Manfred Schmidt die Geschicke des Kleingartenvereins. Alle haben Hochachtung vor seiner Leistung und seines Engagements trotz seines Alters von mittlerweile  85 Jahren. Sein Engagement geht weit über die vorbildliche Bewirtschaftung des eigenen Gartens hinaus.  Vom Regionalverband erhielt Gartenfreund Manfred Schmidt zudem eine Urkunde und das Tischbanner des Regionalverbandes Landkreis Demmin e. V. für das Vereinshaus seines Gartenvereins.
Nach den Würdigungen konnten die Delegierten noch Fragen und  Anregungen diskutieren, der letzte Tagesordnungspunkt war dann die Schließung der Delegiertenversammlung mit dem Wunsch des Vorsitzenden an alle für ein ertragreiches Gartenjahr 2026.

Vereinsvorsitzende aus dem Regionalverband der Gartenfreund Landkreis Demmin 1995 e.V. bei Ihrer Delegiertenkonferenz



Februar 2026

Verantwortung im Kleingarten – nur zertifizierte Pflanzkartoffeln verwenden!
Warum geprüftes Pflanzgut für gesunde Kartoffeln unverzichtbar ist.

Mecklenburg-Vorpommern gilt nicht zuletzt wegen der weitläufigen Gesundlagen als Kinderstube des Kartoffelanbaus in Deutschland und darüber hinaus für Europa und zahlreichen Länder in der ganzen Welt. Dieses Züchtungspotential gilt es zu erhalten. Gefahr droht hier unter anderem aus dem privaten Kartoffelanbau. Eindringlich appellierte Herr Ewald, Geschäftsführer Saatgut-Verband MV, nur geprüftes Pflanzgut zu verwenden. Bevor eine Sorte Pflanzkartoffeln in den Markt kommt, liegt in der Regel 9 Jahre Züchtungsarbeit hinter ihr. Dabei werden die Kartoffeln unter anderem mit einem PCR-Tests auf Virusbefall geprüft.

Zu den offiziellen Informationen des Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei MV (PDF)


Liste der Verkaufsstellen für Pflanzkartoffeln:


geprüftes Pflanzgut ist entsprechend gekennzeichnet



November 2025

Erfahungsaustausche in Altentreptow, Demmin, Malchin und Stavenhagen

Aus der Sicht des Regionalverbandes waren die diesjährigen Erfahrungsaustausche  wieder produktiv und hilfreich für die teilnehmenden Vereinsvorsitzenden. Die Verinsvorsitzenden und Verwaltungsmitarbeiter, die daran teilgenommen haben, wissen die Aufmerksamkeit des Vorstandes unseres Regionalverbandes zu schätzen.

Bilder und Informationen aus Demmin:

RV-Erfahrungsaustausch am 28.10.2025 in Demmin 

Zum Erfahrungsaustausch 2025 trafen sich Ende Oktober auf Einladung des RV der Gartenfreunde, die Vereinsvorsitzenden bzw. weitere Vertreter der neun Demminer und zwei Darguner Gartenvereine in Demmin. Dafür hatte die Stadt dankenswerterweise wieder den Saal im Rathaus als Versammlungsort zur Verfügung gestellt, zudem waren als sachkundige Gäste die Kulturamtsleiterin Cindy Roß und der Ordnungsamtsleiter Jörg Küthe anwesend, um sich über anstehende Angelegenheiten der Gartenvereine zu informieren. Nach der Begrüßung sprach der RV-Vorsitzende Heiko Werner zunächst über eine vom Landesverband vorgesehene Überarbeitung der Rahmen-Gartenordnung des Landes M-V und informierte über zwei von der Landesregierung getroffene Entscheidungen:
1. die Richtlinie für die Anerkennung der Kleingärtnerischen 
Gemeinnützigkeit, war Ende 2024 ausgelaufen und wird als Maßnahme zur Verringerung des bürokratischen Aufwands, nicht wieder erneuert.

2. eine Erhebung der Pachtzinsen im erwerbsmäßigen Obst- und Gemüseanbau, die letztmalig 2021 über das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt West-Mecklenburg stattgefunden, hat ist nicht wieder vorgesehen, da es keine rechtliche Verpflichtung für diese Aufgabe gibt. 

Weiterhin stellte er für die Zukunft zu erwartende neue rechtliche Regelungen vor und verwies in dem Zusammenhang auf die Bedeutung der Mitgliedschaft im Bundes-/Landesverband und erläuterte die Notwendigkeit der Mitarbeit der einzelnen Vereine im Regionalverband. Eine interessante Diskussion gab es um das Verbrennen von Gartenabfällen. „Dazu gibt es gerade eine Anhörung im Rahmen der Neufassung der Pflanzeabfallverordnung M-V, lt. der ab 2028 das Verbrennen in  Gartenanlagen generell untersagt sein würde“ erklärte Heiko Werner. Astrid Henke, Vorsitzende des Kleingartenvereins „Karl Foerster“, fragte nach, ob diese Regelung auch für Osterfeuer gelte. Die Antwort: Brauchtumsfeuer werden dann auch weiterhin erlaubt sein, sowie auch Feuerschalen usw., vorausgesetzt als Brennmaterial wird ausschließlich Brennholz verwendet, auf keinen Fall sind aber Gartenabfälle, oder schlimmeres gestattet. Die Rechtsauffassung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte zu diesem Thema hat sich geändert, das Verbot steht. Allerdings, wenn dann Abfälle gar nicht mehr verbrannt werden dürfen, bedürfe es auch bezahlbarer Alternativen für die Entsorgung auf Wertstoffhöfen. 

Ein weiterer Diskussionspunkt war der Leerstand und der damit  verbundene Aufwand, solche Parzellen in Ordnung zu halten. Heiko Werner verwies auf eine gerade gestartete Initiative des Bundesverbands der Kleingartenvereine, im Zusammenhang mit der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. Von den betroffenen Vereinen wird bundesweit eine Aufstellung von in Frage kommenden Flächen, und die Benennung der notwendigen Erledigungen benötigt. In der Konsequenz werden dann Fördermöglichkeiten ausgelotet, die dazu nötigen Projekte müssen entsprechend definiert werden. Cindy Roß informierte darüber, dass die Stadtverwaltung bei Kontrollgängen in den Anlagen zukünftig darauf achten werde, wie weit die Verwilderung brachliegender Parzellen fortgeschritten ist. „Wenn keine Ordnung einzieht, laufen die Vereine Gefahr, ihre Gemeinnützigkeit zu verlieren, was eine Erhöhung der Pachtgebühren nach sich zieht“, warnte sie „Wir kriegen im Rahmen der Arbeitseinsätze die leerstehenden Gärten nicht mehr in den Griff“, räumte Gerald Affeldt Vorsitzender des Kleingartenverein „Neues Leben“ ein. „Unser größtes Problem ist das Wasserproblem an der Fritz-Reuter-Straße: Witterungsabhängig sind wir erheblichen Überschwemmungen ausgesetzt.“ Die Gärten stehen teilweise 20 bis 30 Zentimeter unter Wasser, beklagte Affeldt und: „Die Zusammenarbeit mit der Stadt ist leider nicht vorbildlich. Zudem ist in einem Bereich seit Jahren die Kanalisation defekt. Reparaturzusagen wurden nicht eingehalten. Von 200 Gärten stehen bei uns 76 leer. Um das zu ändern, bedarf es ein gemeinsames Handeln von Verein und Stadt.“ Zum Schluss ging es dann noch um Informationen und Anfragen zu Versicherungsfragen, Beitrags- und Pachtzahlungen, sowie um die Bekanntgabe des Termins für die nächste RV-Delegiertenversammlung am 14. März 2026 in Altentreptow.